Katholische Kapelle im Landespensionisten- und -pflegeheim Pottendorf

Pflegeheim

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Information


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+43 2623 75215
Esterhazystraße 27, 2486 Pottendorf, Österreich

Lage

Beschreibung


Bernhard entstammte der legendären Überlieferung aus dem 15. Jahrhundert nach einer begüterten adligen Familie und studierte in Paris Philosophie und Jura. Dann aber folgte er nicht dem Vorschlag seines Vaters zu einer noblen Hochzeit; die Legende berichtet, dass er deshalb von seinem Vater in den Turm des elterlichen Schlosses eingesperrt, aber von Nikolaus durch ein Fenster befreit wurde.

Bernhard war Archidiakon des Bischofs von Aosta - ob er je zum Priester geweiht wurde, ist fraglich. Er sah den anhaltenden Götzendienst der armen Leute in den Bergen und entschloss sich, ihren Glauben zu stärken. Seine Predigten bekehrten gemäß der Legende viele Menschen, er wirkte demnach mit beim Aufbau mehrerer Bistümer; auch in der Lombardei erreichte er viele Bekehrungen und vollbrachte Wunder.

Den gefährlichen Alpenübergang des Mont-Joux zwischen dem Wallis und dem Aosta-Tal benutzten viele Reisende, v. a. auch viele Pilger; Bernhard gründete um 1050 zu ihrem Schutz das Kloster auf der Passhöhe, die heute nach ihm benannt ist. Danals lebten die Mönche nach der Regel des Kapitels von Aosta, heute wird es von Augustiner-Chorherren betrieben. Wenige Jahre später erbaute Bernhard wohl auch das Hospiz auf dem Kleinen St. Bernhard. Berühmt wurden die seit Mitte des 17. Jahrhunderts ebenfalls nach Bernhard benannten, auf die Rettung Verschütterter trainierten Hunde, die die Mönche als Helfer schon damals einsetzten und inzwischen zur eigenständigen Hundeart weiterzüchteten.

Im Frühjahr 1081 traf Bernhard in Pavia mit König Heinrich IV. zusammen, um ihn von seinem Plan abzubringen, wegen des Investiturstreites Papst Gregor VII. abzusetzen und an dessen Stelle den Gegenpapst Clemens III. zu inthronisieren. Auf der Rückreise von Pavia starb er in Novara; in der dortigen Kathedrale befindet sich sein Grab.